Ruhige Gebiete 2013 - Vorschläge

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Informationen

Info-Layer „Landschaftsplan (NSG, LSG, LB)“

Nach dem Landschaftsgesetz ist die Natur und Landschaft im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln, dass

  • die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes,
  • die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
  • die Pflanzen- und Tierwelt sowie
  • die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft

als Lebensgrundlage des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft nachhaltig gesichert sind. Damit besteht in Teilen der Zielsetzungen des Landschaftsplans eine inhaltliche Schnittmenge zu der im Rahmen der EU-Umgebungslärmrichtlinie geforderten Abgrenzung ruhiger Gebiete als Kompensationsflächen für die Erholung der Bevölkerung. Der Landschaftsplan wird vom Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr als Satzung beschlossen. Prinzipiell erscheint es denkbar vorhandene Schutzgebietsfestsetzungen inhaltlich um eine Kategorisierung als ruhiges Gebiet zu ergänzen. Daher sind die flächigen Schutzkategorien des Landschaftsplanes hier zu Ihrer Information dargestellt. Als flächige Schutzkategorien unterscheidet der Landschaftsplan in Naturschutzgebiete (NSG), Landschaftsschutzgebiete (LSG) und Geschützte Landschaftsbestandteile (LB). Für die Diskussion zum Thema ruhige Gebiete ist aber auf folgende Einschränkungen hinzuweisen: Für die landschaftsplanerische Ausweisung spielt die Zugänglichkeit der Flächen keine Rolle, so dass hier vielfach auch Gebiete ausgewiesen sind zu denen die Öffentlichkeit keinen Zugang hat (zum Beispiel Steinbruch, Trinkwassergewinnungsgebiete, etc.).

Info-Layer „Erholungsräume/Grüne Aufenthaltsräume“

Im Bundesnaturschutzgesetz ist der Auftrag zur flächendeckenden Landschaftsplanung enthalten. Der Landschaftsplan entfaltet seine Wirksamkeit - vereinfacht ausgedrückt - nur außerhalb der besiedelten Bereiche. Im Rahmen des Landschaftsgesetzes NRW ist für die besiedelten Teile bzw. den baulichen Innenbereich der so genannte stadtökologische Fachbeitrag (STÖB) eingeführt worden. Im Unterschied zum Landschaftsplan enthält der STÖB keine für die Allgemeinheit verbindlichen Aussagen und Festsetzungen. Der stadtökologische Fachbeitrag ist vielmehr eine fachgutachterliche Empfehlung ohne Bindungswirkung, deren Aufgabe es ist, Grundlagen für die Integration ökologischer Belange in planerische Abwägungsprozesse bereitzustellen. Damit soll das Ziel erreicht werden, über eine ökologisch orientierte Stadtentwicklungsplanung die Lebensqualität des Menschen in der Stadt zu steigern. Für das Mülheimer Stadtgebiet liegt diese Fachplanung seit 2008 vor. Da der STÖB auch weitreichende Aussagen zu dem für die Abgrenzung ruhiger Gebiete relevanten Thema Erholung trifft sind die dort abgegrenzten Erholungsräume/Grüne Aufenthaltsräume hier zu Ihrer Information dargestellt.